Berichte zu den zuletzt stattgefundenen Führungen

Rückblick auf Werksführung bei Ford in Köln Niehl am 30.01.2026

               
📷Auto-Medienportal.Net/Ford

Die Ford Werke sind ein fester Bestandteil von Köln und nehmen nicht nur einen großen Platz in der Stadt sondern auch in der
Geschichte ein. 
Unsere erste Führung im neuen Jahr führte uns in das Werk nach Niehl. 
Bei winterlichen Temperaturen fuhren uns die Mitarbeiter von Ford in der werkseigenen  Bimmelbahn durch die verschiedenen Hallen und ließen uns die Produktionsschritte und modernen Technologien besichtigen. 

1925 entstand erstmals ein Ford Werk in Deutschland, nämlich im Berliner Westhafen.
Das Werk wurde allerdings schnell zu klein und es musste ein neuer, größerer Standort gefunden werden. Konrad Adenauer war es zu verdanken, dass Köln dafür den Zuschlag bekam und 1930 der Grundstein für das Werk in Niehl gelegt wurde. Bereits ein Jahr später, 1931, wurde das Werk mit 619 Mitarbeitern eröffnet. 

Seitdem wurden in Köln bisher ca. 18 Millionen Fahrzeuge produziert. 
Der Ford Fiesta stellt mit seiner Produktionszeit von 40 Jahren und etwa 9 Millionen Fahrzeugen, die in Köln vom Band liefen, einen der erfolgreichsten Kleinwagen der Automobilgeschichte dar.

Die Veränderungen in der Fahrzeugindustrie waren auch für Ford in Köln eine Herausforderung, die es zu stemmen galt. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Entlassungen und Gerüchte um den Fortbestand des Werks. 
Ford hat rund 2 Mrd. US Dollar in den Umbau des ehemaligen Kölner Fiesta-Werkes investiert. 2023 ist daraufhin das Cologne Electric Vehicle Center entstanden, ein Werk für ausschließlich rein batterieelektrische Fahrzeuge. Hier laufen die neuen Elektrofahrzeuge Ford Explorer und Ford Capri vom Band. 

Das Werk erstreckt sich mittlerweile auf 2,4 km2  und beschäftigt 11.500 Mitarbeiter aus 50 Nationen. Im 1 Schicht-System werden 440 Fahrzeuge pro Tag produziert (Endmontage).  

Neueste Technologien kommen hier zum Einsatz, Roboter übernehmen mittlerweile schwere, körperlich extrem belastbare, aber auch äußerst präzise Arbeiten. Sie kalibrieren sich immer wieder selbst und in einigen Arbeitsschritten gibt es Toleranzen nur noch im zehntel Millimeterbereich – für unser Auge praktisch unsichtbar. Computer überwachen die Prozesse und die Arbeitsstationen werden zum Großteil automatisch mit Materialnachschub versorgt.
So sahen wir in einigen Hallen nur wenige Mitarbeiter. Sie sind für die Überwachung der Computer zuständig und setzen instand, wenn etwas zum Stillstand kommt. 

In der Endmontage waren erfreulicherweise wieder mehr Mitarbeiter im Einsatz. Denn so hilfreich Maschinen auch sind – für bestimmte Arbeitsschritte bleiben das menschliche Auge und das Fingerspitzengefühl unverzichtbar.

 

Ein herzliches Dankeschön an die Ford-Mitarbeiter, die uns mit so vielen Informationen versorgt haben und alle unsere Fragen während und nach der Führung beantwortet haben. Der Dank geht aber natürlich auch an alle Teilnehmer, die mit so großem Interesse 
bei dieser Führung mit dabei waren. Es war toll, eine so große Gruppe von 
Mitgliedern und Gästen mit dabei zu haben!

Bettina Weber, 30.01.2026

 

Rückblick auf die Nacht Raum Dom Führung am 28.11.2025

Der Dom ist uns allen sicherlich schon von unzähligen Besuchen bekannt – innen wie außen und sogar hoch oben auf dem Dach. Aber wer hat den Dom schon einmal zu später Stunde  besucht, wenn keine anderen Besucher mit dabei waren?
Bei der Nacht Raum Dom Führung hatten wir die Gelegenheit, den Dom in der abendlichen Atmosphäre ganz für uns allein zu haben. Parthena Trellopoulou-Pauli, studierte Kunsthistorikerin, führte uns zu dieser späten Stunde durch den Dom. 

Neben all dem, was wir in den Besucherströmen schon viele Male gesehen haben, war es vor allem die Stille im Dom, die uns beeindruckte. Wir hatten Ruhe und freien Blick auf alles, um uns umzuschauen und auf uns wirken zu lassen. Und die Wirkung war eine vollkommen andere als am Tag. 
Dabei war vor allem auch der Boden sehenswert, den man sonst kaum wahrnimmt.

Frau Trellopoulou-Pauli hat uns viele Informationen geliefert und Fragen beantwortet. Aber es war vor allem auch ihre eigene
Begeisterung für den Dom und seine Geschichte, mit der sie uns ansteckte und die diese Führung so interessant und kurzweilig machte.

Besonders sehenswert, weil sie sonst durch einen Vorhang verdeckt sind, waren die alten Domzeichnungen auf Ziegenhäuten. Den
ersten Teil fand man 1815, den zweiten 1816 in einem Pariser Antiquariat. Heute hängen die 4,50m hohen Zeichnungen gut geschützt hinter Glas im Dom.

Ein herzliches Dankeschön an Parthena Trellopoulou-Pauli, die uns mit großer Begeisterung durch den abendlichen Dom geführt hat. 
Der Dank geht natürlich auch an alle Teilnehmer, die mit so großem Interesse bei dieser Führung mit dabei waren. 

  

Bettina Weber, 28.11.2025

 

Rückblick auf den Besuch bei Radio Köln am 30.10.2025

Radio Köln ist ein zum Privatrundfunk gehörender Lokalradiosender. Die Sendelizenz erhielt er 1991. 2026 steht also das 35jährige Jubiläum an.
Von Anfang 2014 bis September 2024 hatte der Sender seinen Sitz Köln-Mülheim. Seit September 2024 sendet Radio Köln aus der Redaktion im Medienhaus an der Amsterdamer Straße in Köln-Niehl. Dort haben wir den Sender besucht.

David Fernandez, aktuell noch Vorstandsassistent der Veranstaltergemeinschaft Radio Köln und ab 2026 Chefredakteur des Senders, empfing unsere Gruppe und führte uns in den Konferenzraum, der bereits mit Getränken und Plätzchen für uns vorbereitet war.

Anders als bei anderen Sendergruppen, wie z.B. dem WDR,  gibt es hier nur ein Programm. Es wird ausschließlich durch Werbeeinnahmen finanziert. Die Zielgruppe liegt bei Menschen von 14-49 Jahren – so wie sie vor vielen Jahren festgelegt und nie wieder verändert wurde. Dabei sind es noch viel mehr Menschen, die täglich reinhören.
Radio Köln ist der größte der 44 Lokalradiosender und Teil der Rheinland Kombi. Diese besteht aus 7 Radiosendern, die von einem Gesellschafter angeführt werden. 
Jeder Sender handelt redaktionell eigenständig, alle befinden sich aber miteinander in engem Austausch. Der Vorteil dieser Kombi liegt vor allem in der gemeinsamen Vermarktung mit großer regionaler Reichweite. 

Live gesendet wird Montag bis Freitag von 6:00-20:00 Uhr. In der übrigen Zeit übernimmt ein Mantelprogrammanbieter, nämlich Radio NRW aus Oberhausen, den auch andere Lokalradiosender für die Zeit außerhalb der Livesendezeiten nutzen. Darüber hören wir dann Weltnachrichten statt lokaler Nachrichten und landesweite Werbung statt Werbung von lokalen Anbietern. 

Die Sendelizenz verpflichtet zu 8 Stunden Liveprogramm. Radio Köln übertrifft diese Anforderung also deutlich. 
Dazu ist der Sender gesetzlich verpflichtet, Bürgerfunk anzubieten. Radio Köln kommt dem von Montag bis Samstag von 20:00-21:00 Uhr nach. In dieser Zeit kann theoretisch jeder Radioprogramm bestehend aus Wort- oder Musikbeiträgen machen. 

David erzählte uns über die unterschiedlichen Übertragungswege, UKW und DAB+, die Vor- und Nachteile der Techniken und wie Radio sich im Laufe der Zeit verändert hat. 

Danach hatten wir die Möglichkeit, die beiden Senderäume zu besuchen und sogar während der Übertragung von Daniel Collmann live mit dabei zu sein. Er erzählte uns über sein Zeitmanagement und die Herausforderungen während einer Radiosendung. An diesem Freitag Nachmittag war es die Vielzahl der Verkehrsnachrichten!

Ein herzliches Dankeschön an David Fernandez, Daniel Collmann und alle Mitarbeiter von Radio Köln, die uns so freundlich empfangen, einen Einblick in ihre Arbeit gezeigt und all unsere Fragen beantwortet haben. Der Dank geht natürlich auch an alle Teilnehmer, die mit so großem Interesse bei dieser Führung mit dabei waren. 

 

Bettina Weber, 30.10.2025