Aktuelle Wanderungen

Wanderung um Hennef-Geistingen

10 Jahre Klaaf

Einige Informationen über Geistingen:

Geistingen ist der älteste bekannte Stadtteil von Hennef, 885 wurde er erstmalig genannt. Der alte Hennefer Kurpark mit seinem Wildgehege und der Teichanlage erinnert noch an die Tradition von Hennef als Kneippkurort.
Das Kloster Geistigen wurde 1903 eingeweiht. Als theologische Bildungseinrichtung wurde es geplant, musste aber im Dritten Reich die Tätigkeit aufgeben. Der Theologieprofessor Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., besuchte regelmäßig die gut ausgestattete Bibliothek.1983 erfolgte die Anerkennung als Hochschule, aber die Studentenzahlen sanken, so daß 1996 der Lehrbetrieb eingestellt wurde. Das Klostergebäude wurde restauriert und in ca. 50 Eigentumswohnungen umgebaut. Die profanierte Kirche wird für Events genutzt.

Ab dem 17. Jahrhundert haben sich Juden in Geistingen und Umgebung angesiedelt. Lange hielten sie in einer kleinen Stube ihre Gottesdienste ab. 1862 wurde eine Synagoge fertiggestellt. Verstorbene Gemeindeangehörige beerdigte man anfangs in Siegburg und ab 1860 auf einem eigenen Begräbnisplatz in Geistingen. Dort befinden sich heute noch 55 Grabsteine. Die letzte Beerdigung fand 1978 statt.
Die Synagoge wurde 1938 in Brand gesetzt. Es wurden viele jüdische Männer verhaftet und nach Dachau verfrachtet. Die Familien wurden in „Judenhäusern“ untergebracht.
Seit 1979 erinnert eine Gedenktafel an die ehemalige Synagoge, zudem wurden 2 Tafeln mit den Namen von 77 ermordeten Hennefer Juden (die Jüngsten waren gerade einmal 6 Jahre alt) an der ehemaligen Synagoge angebracht.

 

Wanderung am 10. Oktober 2020

 

Mit 35minütiger Verspätung traf unser Zug von Köln am Hennefer Bahnhof ein. Wir wurden schon von Anneliese Boley und Stefan Berger, die Beiden haben diese Tour geplant, und 8 weiteren Wanderern erwartet. Bevor es richtig los ging, gab uns Anneliese Boley einige Informationen über den Stadtteil Geistingen. Stefan Berger übernahm dann anschließend das Amt des Wanderführers.
Wir starteten am Bahnhof Hennef in Richtung Innenstadt und erreichten bald eine schöne Oase, den alten Kurpark mit seinen riesigen Bäumen und Wasseranlagen. Weiter ging es gemächlich bergauf, bis wir vor dem Kloster Geistingen standen, wo wir Einiges über das Kloster erfahren konnten. Weiter über Felder und durch Wälder gewandert, erreichten wir ein altes Weinbaugebiet, den Weingartensberg. Wir hatten einen wundervollen Blick über die Landschaft und konnten von dort aus auch die Sportschule Hennef sehen. Aber unser Wanderweg führte uns nicht nur durch grüne Wälder, sondern auch durch die Dürre und den Borkenkäfer geschädigten „Fichtenwald“. Das war ein sehr trauriger Anblick. Später wanderten wir an dem oben erwähnten Judenfriedhof vorbei. Im Ort, an der alten Synagoge, waren die Gedenktafeln mit den Namen der 77 ermordeten Juden angebracht. Das, was wir dort lesen konnten, machte uns sehr nachdenklich und auch fassungslos. Auf dem Weg zu unserem Ziel lag noch die Kirche St. Michael. Wer wollte, konnte, die kath. Kirche noch einmal besuchen. Wenig später erreichten wir wieder den Kurpark mit dem Fastnachtsbrunnen, ein schönes Ziel zum Ende hin. Ca. 10 km Wanderung lagen nun hinter uns und deshalb freuten wir uns auf eine schöne Schlusseinkehr im „Hennefer Wirtshaus“. Dort haben wir vorzüglich gegessen und haben unsere schöne Tour ausklingen lassen. Bei Anneliese Boley und Stefan Berger haben wir uns noch einmal ganz herzlich mit einem süßen Gruß für die schöne Tour bedankt. 

Josephine Feldmann

Die Bilder hat Robert Schmelter freundlicherweise zur Verfügung gestellt - s.a. unter Wanderungen Slider.

weitere Fotos

Die Bilder hat Robert Schmelter freundlicherweise zur Verfügung gestellt 

Weitere Fotos der Hennef - Geistingen Wanderung sind im Wanderungen Slider zu finden.

Streifzüge durch die Ville

10 Jahre Klaaf

Wanderung am 12. Sept. 2020  -  6-Seenwanderung

Nochmals ein Streifzug durch die Ville

13 Wanderlustige haben sich am Sa., dem 12.9.2020 wieder einmal
zusammengefunden, um noch etwas mehr über die Ville zu erfahren.

Es war nicht mehr so heiß wie in den Tagen zuvor, so daß wir ganz
entspannt ca. 3 1/2 Std. durch die herrliche Ville wandern konnten.

Dieses Mal lag der Schwerpunkt auf der Seenplatte. Sie ist ca. 427 ha
groß und besteht aus ca. 40 Seen von 0,4 - 74 ha Größe. Die maximale Tiefe
beträgt 15 m. Die Seen sind Restlöcher aus dem Braunkohletagebau,
die sich mit Grundwasser füllten.

Vorbei am Donatussee, der Villenhofer Maar, dem Entenweiher, dem
Untersee, dem Franziskussee und dem Liblarer See haben wir nach einer
wunderbaren Wanderung den Waldbiergarten zur Schlußeinkehr erreicht.

Wie beeindruckend die Landschaft ist, zeigen die Bilder, fotographiert
von Marion Kux - s.u..

Josephine Feldmann

Wanderung am 15. Aug. 2020

Die Ville ist ein Höhenzug, liegt westlich von Köln und ist ca. 75 km² groß. Sie ist ein Teil des Naturparks Rheinland.

Im 19. und 20. Jahrhundert wurde Braunkohle in verschiedenen Tagebaugruben, die zwischen den Städten Brühl, Erftstadt, Hürth, Frechen und Kerpen eingebettet waren, gewonnen.

Nach der Rekultivierung hat sich ein artenreicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen entwickelt. Insbesondere die Seenplatte mit den etwa 40 Seen und Weihern, die aus den Restlöchern der Tagebaue entstanden, stellen als Brut- Laich- und Rückzugsgebiete wertvolle Biotope her.

 Treffpunkt Bahnhof Liblar 

Gegen 11.00 Uhr machten sich 12 Wanderlustige zu einem 3 ½ stündigen  Streifzeug durch die Ville auf. Wir wanderten durch ein wunderschönes Waldgebiet. Weiter führte uns die Tour entlang von Unter-Mittel-und Obersee, um den Heider Bergsee, vorbei am Franziskussee und wieder zurück zum Bahnhof. Die Schlußeinkehr erfolgte im Waldbiergarten in Liblar.

 

Josephine Feldmann