Aktuelles

Von wegen, Lockdown und aus die Maus…

…nicht mit dem „Chor der Fründe vun der Akademie för uns kölsche
Sproch e. V.“!
Nach den traditionellen „Wiesensingen“ draußen in Gärten und
Innenhöfen, sind Chorleiter jetzt gefordert, weitere Eventqualitäten
zu entwickeln, um ihre Schäfchen zusammen und bei Laune zu halten, neue hinzu zu gewinnen und sie auf bevorstehende große
strahlende Auftritte nach Covid 19 vorzubereiten.
Bei der ersten virtuellen Chorprobe zog Andreas alle Register der
digitalen Kommunikation und vernetzte die gesamte
Chorgemeinschaft mit seinem Tonstudio.
Montag, 19.45h war alles parat. Schon viele Chormitglieder saßen
gespannt vor ihrem PC, wie damals bei Kulenkampff vor dem
Fernseher. Die Ablaufplanung mit Liedfolge, Texten und Noten hatten alle erhalten.
Und dann erschien Andreas auf dem Monitor! Spannungsvoll
schnellten die Anmeldezahlen und Likes von 40 Sängern in die
Höhe, so viele wie zu einer traditionellen Chorprobe. Der Chor hatte
sich jetzt zurecht geruckelt.
„Schön dat do do bes…“begrüßte der Chorleiter live seine
SängerInnen. Und die stimmten zu Hause in ihrem geschützten
Homeoffice voll mit ein. Die große Palette der ans Herz gewachsenen
kölschen Lieder wurde gnadenlos durchgesungen.
Wie man im Nachhinein hörte, schlossen einige Chormitglieder zu
Hause ab 20.00 Uhr die Fenster, um ihre Stimmen ungestört von den
Nachbarn voll erklingen zu lassen. Trotzdem,- die Südstadt soll
gebebt haben!
Gut, auf ermunternde Komplimente des Chorleiters , wie sonst in
den realen Chorproben, mussten die SängerInnen bei diesem Format
verzichten:
„ der Sopran singt heute engelsgleich, nur in den Noten steht etwas
anderes“
oder: „ ja, wunderbar bei dem Refrain waren auch vereinzelt richtige
Töne zu hören, „
Und dann kam das Lied „Et schönste Geschenk, wat wirklich jet
zällt..“ im O-Ton, unverpackt an alle.
Wie Konfetti flogen Andreas jetzt in den Kommentaren von den
Chormitgliedern die Emojis als Kleeblätter, Herzchen und Bravo-
Rufen über den Monitor als Dankeschön zu.
Fazit:
Auch die strengste Einhaltung der „Coronaschutzverordnung vom
30. Oktober 2020“ inspiriert dazu, neue kreative
Handlungsspielräume zu erschließen.

Ulrike Rohr, November 2020
Pressesprecherin

Wegen Corona gibt es bis auf weiteres keine Auftritte unseres Chors.

 

 

Doch konnten wir die kurzfristige Einladung zu einem Gartenkonzert annehmen.

Gartenhofkonzert im Wöllner-Stift

Mit dem Lied„ Schön dat Do do bes, mir han uns lang schon nit mih gesinn…“begrüßte der „Chor der Fründe vun der Akademie för uns kölsche Sproch e.V.“  die Bewohner des Wöllner – Stifts in Rösrath-Hoffnungsthal. Dick verpackt in warme Jacken warteten sie gespannt im Innenhof  auf das Mitsingkonzert in kölscher Sproch.

Gabi Kruse-Jarres, hatte den Chor eingeladen, und freute sich über 50 Hausbewohner und, dass der Wettergott auch ab und zu  Sonnenstrahlen schickte.

Spätestens bei dem Ostermann-Potpourri, wie  „Däm Schmitz sing Frau es durchgebrannt…“öffneten sich auch die Fenster der Bewohner zum Garten , um den bekannten kölschen Liedern zu lauschen.

Aber dabei blieb es nicht!  Chorleiter Andreas Biertz am E-Piano und Herrmann Josef Ley mit dem Akkordeon, der auch die Moderation  übernommen hatte, verstanden es , die  kölsche Seele bei vielen zu wecken. Es wurde geschunkelt, mit Taschentüchern gewunken und nicht nur die Refrains mitgesungen.

Und dann erschien auch noch der Koch und tanzte nach“ Ming eetste Fründin“ von den Bläck Fööss zur Freude von Gästen und Chor.

Unter Applaus und mit“ Ävver dr Dom bliev stonn..“ verabschiedete sich der Chor nach eine Stunde und ließ frohe Gesichter zurück.  Er wurde anschließend vom Stift mit Zwiebelkuchen und Federweißen für das gelungene Konzert verwöhnt.

Für den Chor der Fründe vun der Akademie för uns kölsche Sproch war es - nach Corona Ausbruch- wieder der erste Auftritt draußen im Freien. Wie alle anderen Chöre auch, freuen sich die Sänger über Proben- und Auftrittsorte an frischer Luft, solange das Herbstwetter noch mitspielt.

Die ehrenamtlichen Sängerinnen und Sänger versuchen mit ihrem großen Repertoire das kölsche Lebensgefühl in die Herzen des Publikums zu bringen. Sie sind begeistert, wenn die Gäste mitsingen. Kölsche Lieder verbinden alle Generationen, weil viele die Lieder von Kind an kennen. Durch Zuhören und Mitsingen wird auch so die kölsche Sproch erhalten und wieder verbreitet.

 

Ulrike H. Rohr

Pressesprecherin

Chor der Fründe vun der Akademie för uns kölsche Sproch e. v.

E-Mail uliro@t-online.de

Tel. 02234-2002310